Opfer werden nicht geopfert, sondern G-tt entgegen gebracht, durch einen Cohen haGadol. Martin Buber spricht in seiner Übersetzung deshalb von ‚Darnahn‘. Seit das Bet haMikdasch (Tempel in Jerusalem) durch Horden von Feinden Israels mehrfach zerstört wurde – zuletzt durch die Römer – hat man in der jüdischen Überlieferung festgehalten, dass Gebete die Opfer ersetzen. Ein großes Irrtum ist aber, wenn man davon ausgeht, dass Gebete nun für alle Zeit die einzige Möglichkeit darstellen ein Opfer zu bringen. Der Tempel wird in absehbarer Zeit wieder errichtet. Viele gehen trotzdem davon aus, dass dies am jetzigen Tempelberg geschehen soll; ich halte dies für einen Irrtum… hat doch der Islam mitten auf diesem eine Mosche errichtet, wo u.a. Fussball gespielt wird und Waffen hingeschafft werden. Ich würde empfehlen die Westmauer (Kotel) vollständig abzutragen und mit diesen Steinen das neue Bet haMikdasch anzufangen zu errichten, an einem neuen Platz in Jerushalajim (Jerusalem). Dies hätte den Effekt, dass der unsägliche Streit um Gebersrechte innerhalb des Judentums und im Konflikt mit dem Islam entschärft würde. Außerdem würde dann auch dem okkupierenden Gebäude auf dem Tempelberg das Fundament entzogen – im doppelten Sinne. Der neue Platz in Jerusalem muss dann gut gewählt werden. Ich gehe davon aus, dass er gefunden und unter der Federführung des Temple Institutes und eines neuen 71-Mitglieder umfassenden Sanhedrin wiedererichtet wird und allen Friedfertigen, Wahrhaftigen und Gerechten aus allen Völkern offen stehen wird. Allerdings unter den Beschränkungen, dass dies nicht für alle Bereiche Gültigkeit hat. Eben wie in der Thora beschrieben und durch die Propheten Israels vor Urzeiten schon angekündigt. Opfer werden die Gebete des Judentums nicht ablösen, sondern beide werden ihren angemessenen Platz haben und in der Form weitergeführt, wie dies seit Jahrtausenden überliefert wurde. Es ist immer noch ein Problem des Christentums, dass der Tempel als obsolet erachtet wird, als wolle man sich mit den Zerstörern verbünden. Wie dem auch sei, der Tempel wird kommen und wir alle, Juden und Christen, sollten gemeinsam für die baldige Realisierung beten und uns an dessen Aufbau konstruktiv beteiligen.