Vor nicht allzu langer Zeit wurde am Schabbat Dewarim und zugehörige Haftara öffentlich gelesen, als Warnung und Vorwurf an Jehuda, den gesamten Stamm. Würde nur ein einziger (säkularer) Jude diese große Anklage für sich entdecken und ernst nehmen, dann wäre schon weitergeholfen. Als unsere Weisen diese einleitenden Kapitel des Propheten Jeschajahu auswählten, damit es mit Dewarim und auch dieses Jahr vor Tischa be-Aw verkündet wird, war Ihnen bewusst welche Gefahren für ganz Israel existieren. Die Worte Jeschajahu“s wurden gewählt, um allen Generationen Israels vor den sittlichen und sozialen Verfehlungen zu warnen, die zum Untergang des jüdischen Staates geführt hätten. Heute ist Israel in einer vergleichbaren Situation. Mögen wir alle Umkehren zu unserem G-tt und das Gesetz Israels nicht nur ernst nehmen, sondern über dieses hinausgehen, damit die Gnade haShem“s uns allen zu Gute kommt und wir auch weiterhin sagen können: Ich bin Stolz ein Jude zu sein und lebe im eigenen Land – wir haben nur das eine.