In den Jahren 1347 und 1350 wütete eine Seuche; die sogenannte ‚Schwarze Pest‘ in Europa. Die ungeheure Verleumdung, dass Juden die Brunnen vergiftet hätten, das zu diesem Unheil führten, breitete sich von Katalonien (heutiges Spanien) aus. In Tarrega wurden mehr als 300 jüdische Menschen niedergemetzelt. Diejenigen die das Massaker überlebten, wurden ihres Hab und Gutes beraubt. Obwohl ungeheuerlichen geschah, nahm diese Legende über Savoyen und bald auch die Schweiz (Aargau, Bern, Zürich, Basel) ihren ‚Siegeszug‘ und verbreitete sich bis nach Deutschland. Die Folge davon waren, dass Juden ermordet, geplündert und zum Scheiterhaufen gebracht wurden. Allein in Deutschland wurden mehr als 300 Gemeinden völlig zerstört. Zurück nach Spanien! Als am 31. März 1492 Prinz Ferdinand das Judenvertreibung-Edikt erließ – unter Hilfe, Unterstützung und Verbreitung ‚der Kirche‘ – alle Juden hätten innerhalb von 3 Monaten das Land zu verlassen oder das sich „wahlweise“ taufen zu lassen… . Es lohnt sich mit dem Schicksal der Vertriebenen Richtung Norden, den gebliebenen ‚Marranos‘, den Flüchtlingen Richtung ‚Neue Welt‘ intensiver und mit lokalem Bezug auseinandersetzen!